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Bibliothèque Pascal (Cinefacts.de)

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von Bianka Piringer

Um gewalttätige Männer, sexuelle Fantasien und kriminelle Geschäfte geht es in dem versponnenen, skurrilen Film des ungarischen Regisseurs Szabolcs Hajdu.

Was über weite Strecken wie der Erlebnisbericht einer jungen Osteuropäerin über Zwangsprostitution in England aussieht, entpuppt sich als Gauklerstück mit surrealen Einlagen und fantasievollen Täuschungen, welches nach Art eines modernen Heimatfilms rumänische Folklore und Gesellschaftskritik mischt. Der Film wurde in der Sektion Forum auf der Berlinale 2010 gezeigt.

Ein untreuer Liebhaber, eine Rauferei und ein heftiger Regenguss sind der Grund, warum ein von Mona organisiertes Open-Air-Konzert platzt und die junge Frau das rumänische Kaff verlässt. Als sie allein an den Meeresstrand kommt, wird sie von Männern aller Altersgruppen unverhohlen angestarrt. Aus dem Sand taucht ein bewaffneter Mann auf, der sich vor der Polizei versteckt und sie zwingt, ihm in eine Hütte zu folgen. Als er einschläft, sieht Mona seinen Traum, in welchem sie eine Bäuerin in Tracht ist und er ein Torero. So schleicht sich die Liebe in die Beziehung zu diesem Mann, der wie die meisten anderen in ihrer Umgebung schon in seinem Sprachgebrauch die Herrschaft über Frauen beansprucht.

Die von Orsolya Török-Illyés gespielte Mona bewegt sich im rauen rumänischen Jahrmarktmilieu, in das sie bald mit ihrer kleinen Tochter zieht, innerlich unabhängig und mit einer unschuldigen Neugier wie die Figur des Narren im Tarot. Sie ist wandlungsfähig und dabei oft rätselhaft in ihren Entscheidungen.

Das Surreale mischt sich früh in die von jazzigen Zigeunerklängen untermalte Handlung, bleibt aber trotzdem nur Beiwerk. Während die Tante zuhause entdeckt, dass Monas Tochter eine Jahrmarktattraktion ist, weil sie ihre Träume sichtbar machen kann, formuliert Mona längst in England literarische Dialoge aus englischen Klassikern. Darin geht es um Szenarien, die sich für Pascals Spiele von Ausbeutung und Versklavung scheinbar mühelos uminterpretieren lassen.

Der Film erzeugt vor allem in dem in England spielenden Teil eine schwüle, ans Pornografische grenzende Atmosphäre. Aber in den Nebenhandlungen in Rumänien mäandert die Geschichte durch reiches Lokalkolorit, das von Spannungen zwischen den rumänischen und den ungarischen Bewohnern über schichtspezifisches Imponiergehabe bis zu Oasen der Herzlichkeit und der pragmatischen Vernunft reicht. Hajdus schillernde Glaskugel behält bis zur Wendung am Schluss ihre Doppelnatur als Wunder und Ramsch. Die Fantasie geht dabei öfters auf Kosten einer stringenten Handlung, so dass man sich auf der labyrinthischen Erkundungstour nicht immer optimal geleitet fühlt.

FAZIT
Der ungarische Regisseur Szabolcs Hajdu erdet seine labyrinthische Fantasie über die sexuelle Ausbeutung von Frauen mit rumänischem Lokalkolorit.

http://www.cinefacts.de/kino/2295/bibliothque_pascal/filmreview.html