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Die Suche nach Selbstakzeptanz (Nachrichten.at)

Die Suche nach Selbstakzeptanz (Nachrichten.at)

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Nebst zahlreichen internationalen Auszeichnungen gewann die Ungarin Ágnes Kocsis für ihren (teilweise mit österreichischem Geld produzierten) Film „Adrienn Pál“ jüngst auch den Publikumspreis beim Crossing Europe Festival in Linz. Ab heute läuft der Streifen offiziell in unseren Kinos.

by Ludwig Heinrich

OÖN: Ihre „Heldin“ ist Piroska, eine übergewichtige, apathische Krankenschwester, die Schlagobers und Kuchen nicht widerstehen kann. Sie arbeitet auf der Sterbestation eines Krankenhauses. Ihr Leben ist umgeben von Tod. Als sie sich aber eines Tages auf die Suche nach einer lange verschollenen Schulfreundin begibt, wird ihr Leben gewaltig verändert. Welche Geschichte wollten Sie dem Publikum erzählen?

Kocsis: Mich hat vor allem interessiert, wie unsere Erinnerung funktioniert. Wie verändert sie sich, relativ und subjektiv? Der besondere Aspekt ist hier natürlich, dass die Hauptperson tagtäglich mit Tod und schwerer Krankheit konfrontiert ist. Sie ist sehr empfindsam, liebt sich nicht, hasst sich nicht, umgibt sich mit einer Mauer. Die Hauptfrage ist jedoch: Akzeptiert sie sich wenigstens? Sich selbst zu akzeptieren, ist für jeden Menschen schwierig, umso mehr aber, wenn man Objekt von Vorurteilen ist. Das ist bei einer Figur wie Piroska natürlich der Fall. Viele depressive Frauen flüchten sich ins Naschen, und damit beginnt ein Teufelskreis.

OÖN: Wie würden Sie Piroska noch einordnen?

Kocsis: Sie ist Kind geblieben, wurde nie richtig erwachsen, sieht aus wie ein riesiges Baby. Die paradoxe Reise, die sie unternimmt, um Adrienn Pál zu finden, ist auch eine Entdeckungsreise ins eigene Ich. Die Dinge ändern sich, als sie beginnt, Fragen zu stellen. Wer von uns weiß schon, wer wir wirklich sind? Umso schwieriger ist es für Piroska.

OÖN: Die ungemein schwierige Rolle ist mit keiner Schauspielerin besetzt?

Kocsis: Die Suche nach der idealen Piroska war ungemein schwierig und dauerte eineinhalb Jahre. Ich hatte ungefähr 2000 Fotos, insgesamt sichteten wir rund 1000 Kandidatinnen. Wir gingen auf die Straße, sprachen unbekannte Frauen an, fotografierten sie. Wir nützten das Internet. Wir trafen viele Frauen, die rein äußerlich passten, fröhlich waren und viel lachten, und dennoch bemerkte man dahinter tiefe Traurigkeit. Lange, sehr lange suchten wir vergeblich.

OÖN: Warum, glauben Sie, war das so?

Kocsis: Weil der ganze Film auf Piroskas Schultern ruht. Sie musste absolut glaubwürdig sein und allein schon über ihre starke Präsenz wirken. Schauspielerische Ausbildung war weniger wichtig. Die Rettung kam schließlich durch eine Journalistin. Sie kannte eine Frau, die im Radio Nachrichten verlas. Wir trafen diese Frau, sie hieß Éva Gábor. Wir plauderten mit ihr, ließen sie Szenen improvisieren und mit den anderen Darstellern, die vom Theater kamen, probieren. In Éva hatten wir unsere Piroska gefunden. Sie hat es wunderbar geschafft, obwohl sie einige ziemlich lange Einstellungen hatte. Es war interessant, zu beobachten, wie sich während der 40 Drehtage nicht nur Piroska veränderte, sondern auch Éva. Mittlerweile ist sie wieder zum Radio zurückgekehrt.

OÖN: Was war für Sie an diesem Projekt am kompliziertesten?

Kocsis: Die Finanzierung. Wir mussten uns immer wieder etwas einfallen lassen, jede Menge Kompromisse schließen.

OÖN: Wie viele Filme werden derzeit in Ihrer Heimat Ungarn gedreht?

Kocsis: Momentan: null. Die neue Regierung hat alles gestoppt, der Filmfonds muss erst in Bewegung kommen. Nächstes Jahr werden bei uns wahrscheinlich drei, vier Produktionen entstehen.

OÖN: Wovon lebt dann eine Frau wie Sie?

Kocsis: Gute Frage…

Zur Person
1971 in Budapest, Studium Polnische Sprache und Literatur, Ästhetik und Filmtheorie, Filmregie an der Universität für Theater und Film Budapest. „Adrienn Pál“ ist ihr 2. Spielfilm nach „Frische Luft“.